Ein schönes Bokeh für 350€

Canon EF 85mm f/1.8

Canon EF 85mm f/1.8

Für Portraitaufnahmen mit einen cremigen Hintergrund (Bokeh), muss es nicht immer gleich das teuerste Objektiv sein. Festbrennweiten, wie das Canon EF 85mm f/1.8 sind Preislich sehr attraktiv und der Käufer muss nur leichte Abstriche gegenüber den teuren L Objektiven hinnehmen. Als leichtes Teleobjektiv, hat die Festbrennweite schon mal beste Voraussetzungen für ein schönes Bokeh. Eine weiterer Punkt für ein sahniges Bokeh ist die Offenblende und hier Punktet das Objektiv. Mit einer Anfangsblende von f/1.8 gelangt viel Licht auf den Sensor und zaubert darüber hinaus eine kleine Schärfentiefe in das Bild. Somit wird das Motiv Freigestellt und der Hintergrund verschmilzt in einer schönen Unschärfe. Die Anzahl der Blendenlamellen und wie diese geformt sind, hat Einfluss auf das Bokeh. Mit 8 leicht gebogenen Blendenlammelen liegt das Canon EF 85mm f/1.8 im Mittelfeld. Objektive wie das günstige Canon EF 50mm f/1.8 STM haben nur 7 Blendenlamellen, das Bokeh (Zerstreuungskreise) wird nicht ganz rund.

Canon EF 85mm f/1.8 Blendenlamellen

Canon EF 85mm f/1.8 Blendenlamellen

Eins sollte angehende Fotografen aber beachten. Bei 85mm und einer Offenblende von f/1.8 ist bei einem „Close-Up Portrait“ die Schärfentiefe sehr klein. Das Fokusierte Auge ist scharf, die Nase und die Ohren gehen schon in eine leichte Unschärfe über. Leichte Bewegungen des Fotografen oder des Models können nach dem Fokusieren ausreichen und das Bild ist unscharf. Bei CloseUp’s Portraits rate ich dazu die Blende etwas zu schliessen. Abblenden auf f/2.8 oder f/3.5 ergibt einen größeren Schärfebereich. Dazu wird der Ausschuss durch Fehlfokusierung verringert. Oberkörper Portraits sind mit der Offenblende kein Problem. Der Schärfebereich ist groß genug, es ist die Paradedisziplin des Canon EF 85mm f/1.8.

Portrait mit Blende f/1.8

Close-Up mit Blende f/1.8

Offenblendig ist das Bokeh sehr angenehm, die Zerstreuungskreise verschmelzen wunderbar. Verschiedene Farben wie bei den Herbstbild oben, verbinden sich zu einem weichen Hintergrund, der das Hauptmotiv wunderbar von den Hintergrund trennt. Abgeblendet auf f/2.5 nehmen die Zerstreuungskreise die Form der Blende (8 Blendenlamellen) an, weiteres Abblenden verstärkt den Effekt. Je nach Abstand zum Hintergrund, wobei ein größerer Abstand immer besser ist, wirkt das Bokeh bei Ästen oder Zäunen etwas unruhig. Hohe Kontraste, wie Sonnenstrahlen die durch die Äste strahlen, verstärken das unruhige Bokeh. Das Problem lässt sich in der Regel mit einen Schritt zur Seite, sodas der Hintergrund geändert wird, einfach lösen.

Die Schärfe ist im Zentrum als gut zu bezeichnen, fällt zu den Rändern aber deutlich ab. Was viele als Nachteil sehen, ist in der Portraitfotografie aber ein Vorteil. Die geringere Schärfe am Rand lässt das Bokeh sanfter erscheinen. Der Fokus (Blickführung) liegt für den Betrachter auf dem Model.

Blendenreihe - Bokeh bei verschiedenen Blendenstuffen. Von f/1.8 bis f/11

Canon 80d

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