Was ist ein Bokehrama?

Bokehrama aus ein Portrait FotoshootingEin Bokehrama versteht sich aus dem Bokeh und dem Panorama.

Hier zählen eine lange Brennweite, eine offene Blende, sowie ein naher Stand am Motiv. Um ein gutes Bokeh zu gestalten muss der Fotograf nah an sein Motiv ran gehen. Soll viel Umgebung um das Motiv drum sein, so dass der Abstand zum Hauptmotiv vergrößert wird leidet der Bokeh Effekt darunter. Ein Bokeh-Panorama setzt sich, wie ein herkömmliches Panorama, aus mehrere Einzelbildern zusammen, welche dann zusammen ein Bild mit weniger Brennweite erzeugen. Die Unschärfe des Hintergrundes bleibt somit erhalten. Anders als bei herkömmlichen Panoramas ist das Format: Es ist nicht unbedingt eine Verlängerung des Formates angestrebt. Daher bleibt das Format bei 1:1, 2:3 oder 3:4.

Für ein gutes Ergebnis benötigt es ein lichtstarkes Teleobjektiv mit weit geöffneter Blende. Für den Einstieg ist das Canon EF 85mm f1.8 zu empfehlen. Hilfreich ist es auch, den automatischen Weißabgleich abzuschalten. So ergeben sich in den unterschiedlichen Einzelbildern keine Farbabweichungen oder unterschiedliche Farbtemperaturen. Auch bei automatischen Einstellungen können diese Fehler auftreten, da sonst jede Aufnahme neu berechnet wird.

Das Hauptmotiv wird zuerst abgelichtet, danach wird ringsum die Umgebung fotografiert. Bei Beginn muss man sich überlegen, wo der Fokus des Bildes liegen soll. Diesen muss man im gesamten Bokehramas dann beibehalten. In manchen Kameras kann man diesen Fokus auch speichern (Back-Button-Focus) für die Dauer der Aufnahme. Der Fotograf muss bei den Aufnahmen an der selben Position stehen bleiben. Nach den Aufnahmen rechnet eine Software  das Bokehrama zusammen. Microsoft bietet hierfür kostenlos die Software: Image Composite Editor, kurz ICE an. Adobe’s Lightroom und Photoshop beherschen auch die Funktion, es dauert aber erheblich länger. Dieser Vorgang nennt sich „Stichen“, was von Nähen kommt und sich auf das Zusammenfügen bezieht.

Oftmals verschieben sich beim Fotografieren rechts und links, sowie Vorder und Hintergrund. Abhilfe verschafft hier ein Nodalpunktadapter, welcher dazu dient eine Kamera so zu drehen, dass Einzelbilder mit Überlappungen zu einem Panorama zusammengefügt werden können. Hier ist es wichtig, dass ein bestimmter Drehpunkt eingehalten wird. Diesen Punkt nennt man Nodalpunkt. Für jede Kamera gibt es einen anderen exakten Nodalpunkt. Ein Nodalpunktadapter ist daher sehr hilfreich und für Anfänger die beste Lösung. Fortgeschrittene fotografieren auch oft ohne Nodalpunktadapter. Hier muss aber darauf geachtet werden, dass Städte, Häuser und Objekte möglichst auf je einem Bild sind, da sonst Verzerrungen entstehen können. Bei einer weitläufigen Gegend spielt der Nodalpunktadapter kaum eine Rolle.

Auch mit einer Cropkamera kann man gute Bilder erzeugen. Der Crop-Faktor bedeutet, dass der Bildbereich kleiner ist. Es hat die Wirkung das Bild wäre näher herangezoomt.Ein Vollformat hat bloß einen größeren Bildwinkel. Für ein Panorama muss man dann einfach mehr Einzelbilder aufnehmen. In der Frage des Bokehs entscheidet die Brennweite. Vollformat Kameras haben oftmals eine 50mm Brennweite. Bei gleicher Brennweite ergeben sich die gleichen Effekte, wobei nur der Bildausschnitt der Cropkamera kleiner ist.

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