Bokeh am PC

Die Frage stellt sich nun, ob man ein Bokeh auch mittels einer Computersoftware einfügen kann. Für diese Technik gibt es verschiedene Software Programme, mit denen man den Hintergrund unschärfer machen kann. Beispiele dafür sind „Serif Photoplus“ oder „Adobe Photoshop“.

In Photoshop muss man dafür das Hauptmotiv vorerst bearbeiten. Hierfür gibt es mehrere Wege: Die erste Möglichkeit wäre das Auswählen des Hauptmotives mittels eines Pfades, den man entlang der Kanten zeichnet. Das Schnellauswahlwerkzeug erzeugt den gleichen Effekt, wobei es eher automatisch durch Farbe die Kanten erkennt. Hat man das Motiv markiert kehrt man unter „Auswahl“ die Funktion Auswahl umkehren an. Nun ist der Hintergrund markiert, den man nun beliebig bearbeiten kann. Hier kann man auch die Schärfe verändern und bearbeiten. Am Ende muss man noch einen Feinschliff tätigen, damit keine Kanten um das Motiv entstehen.

Eine kantenfreie Variante kann man mit einer Maske kreieren. Das Hauptmotiv kann so detaillierter freigestellt werden und besitz danach keinen Hintergrund mehr. Den Unschärfebereich bearbeitet man dann separat in Photoshop. Hier gilt das gleiche, wie für die beiden anderen Möglichkeiten: Der Hintergrund kann beliebig an Unschärfe gewinnen und somit facettenreich bearbeitet werden, zum Beispiel mit dem Weichzeichner Effekt (Gauscher Weichzeichner). Nach Fertigstellung des Hintergrundes wird das Hauptmotiv auf den erstellten Bokeh Effekt gelegt.

Nicht immer ist schon ein passender Hintergrund vorhanden. Wird das Foto vor weißer Wand im Studio geschossen, so kann man es leichter freistellen und danach auf einen separat fotografierten Hintergrund legen. Hier muss dann zusätzlich noch ein Schatten eingearbeitet werden, da das Bild sonst nicht zusammengehörig wirkt. Es muss ja einen zusammenschmelzenden Effekt bewirken. In anderen Fotoprogrammen läuft die Bearbeitung ähnlich. Oft gibt es hier jedoch einen extra Filter für den Bokeh Effekt, den man sich bei Photoshop selber erstellen muss. Das macht es für einen Anfänger leichter und anwendungsfreundlicher. Zudem kann der Laie oder Anfänger sicher sein, dass der Bokeh Effekt auch richtig ist. Der Nachteil an dieser Software ist aber, dass man spezielle Punkte und Details nicht gut genug bearbeiten kann. In vielen Fällen muss nach Erstellen des Effektes noch einmal nachgearbeitet werden, was in diesen Programmen schwer ist.

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